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w.e.b.Square in Gross
Zufällig bin ich bei der Arbeit gerade auf das 360-Grad-Journal gestossen, eine Art w.e.b.Square als hardcopy Journal. Die Idee, die dahinter steht, ist wohl dieselbe wie bei w.e.b.Square: Studentische Arbeitsergebnisse - also Seminar- und Abschlussarbeiten, Essays etc. sollten nicht einfach in Archiven verschwinden, sondern gelesen werden.
Die Umsetzung sieht allerdings ganz anders aus: Während w.e.b.Square ein kleines, kostenlos zugängiges Online-Portal ist, gibt 360-Grad ein kostenpflichtiges Magazin heraus (zu Semesterbeginn und -ende) in einer Auflage von 3500 Exemplaren. Sehr beeindruckend ist auch der Beirat der dahinter steht. Wobei natürlich auch interessant wäre, inwiefern das Projekt dann wirklich noch als studentisch gelten kann, vor allem weil einige Beiträge doch auch von Postdocs und z. T. Habilitierten verfasst worden sind. Sandra wird sich auf jeden Fall eingehender damit befassen - auch im Hinblick auf den GMW-Beitrag von ihr, Vicky und Gabi zu w.e.b.Square. Vielleicht kommt ja ein guter Kontakt zustande.
2 comments Juli 15, 2008
Designing Activity-Based Learning Environments: Artikel online
Der Artikel, den ich zusammen mit Tom für den SCIL-Kongress verfasst habe, ist nun im Rahmen eines SCIL-Arbeitsberichts erschienen und online verfügbar:
Jenert, T. & Sporer, Th. (2008). Designing Activity-Based Learning Environments from a Student PerspectiveBrahm, T. (Ed.), The Changing Face of Learning in Higher Education Institutions Paper Proceedings of the 3rd International scil Congress 2008, St. Gallen: scil, Universität St. Gallen.
In dem Artikel diskutieren wir unterschiedliche Methoden vor, wie praktische Erfahrung und theoretisches Wissen zusammen vermittelt werden können. Einerseits klassische Seminare mit Praxiselementen, andererseits das grossteils selbstorganisierte Selbststudium. Als Synthese beider Formen präsentieren wir ein Kursdesign, dass Studierende von einer eher geschlossenen, vertrauten hin zu einer offenen, selbstorganisierten Lernform führt.
Add comment Juni 25, 2008
Personalisiert Lernen
Im UK läuft seit einiger Zeit eine recht spannende Debatte darum, wie sich formelles Lernen besser “personalisieren”, d.h. auf individuelle Bedürfnisse und Interessen der Lernenden anpassen lässt. Ausgangspunkt der Diskussion bildete Charles Leadbeaters Paper über Personalisierung im Public Sector aus 2003. Auf dem höchsten Level meint Personalisierung eine professionell Unterstützte Selbstorganisation. Ein Beispiel dafür wäre ein gesunde Lebensführung, angeleitet durch Experten aus dem Gesundheitsbereich.
Ein besonders geeigneter Anwendungskontext für das Konzept wird im Bildungsbereich gesehen, wo Studierende zunehmend als Mitgestalter von Lernzielen eingebunden werden und ihnen grössere Wahlmöglichkeiten hinsichtlich ihrer Kompetenzentwicklung gegeben werden sollen.
Wie alle Konzepte, die auf Selbstorganisation fokussieren, steckt auch im Personalisierungskonzept die Gefahr der Überforderung. Konsequenz wäre, dass vor allem diejenigen, die sozial sowieso schon benachteiligt sind, in einem zunehmenden “Kompetenz-Wettbewerb” noch weiter ins Hintertreffen geraten (siehe dazu: Campbell, R. J., Robinson, W., Neelands, J., Hewston, R., & Mazzoli, L. (2007). Personalised Learning: Ambiguities in Theory and Practice. British Journal of Educational Studies, 55(2), 135-154.). Und natürlich bietet der Ansatz jede Menge Raum für Rhetorik und Polemik - da muss man sicher vorsichtig sein.
Aus meiner Sicht hat das Konzept aber auch was für sich. Denn im Gegensatz z .B. zur “wundersamen” Selbstorganisation im Netz durch Web2.0 (siehe Gabis Arbeitsbericht) werden in Konzepten zur Personalisierung von Bildung ganz explizit Strategien zur Unterstützung von Selbstorganisation angesprochen und eingefordert. Gewissermassen ein Kontext-Design, das sich nicht nur auf einzelne Lernaktivitäten innerhalb vorgegebener Rahmenstrukturen (z.B. Kursen, Curricula) bezieht, sondern ganz aktiv Lernende dabei unterstützt, ihre eigenen Lernpfade selbstverantwortlich zu planen und zu überwachen. Letzlich wird ein Kulturwandel in der Bildung angesprochen, wie ihn z.B. auch Bologna verfolgt. Nur, dass Personalisation eine Wandelstrategie anspricht, in welcher die Lernenden, um die es ja beim “Shift from Teaching to Learning” gehen soll, gleich eingebunden werden. Gespannt darf man, sein, wie erfolgreich diese ambitionierten Ziele schliesslich umgesetzt werden…
Hier kann man mal reinschauen:
Leadbeter: Learning about Personalisation (mit speziellem Fokus auf Bildung)
Futurelab: The Learner Voice
Teaching and Learning Research Programme: Personalised Learning
Leider habe ich bisher vor allem Konzeptpapiere und Praxisberichte, aber noch kaum wissenschaftlich fundierte Literatur im Sinne theoretischer und empirischer Arbeiten gefunden. Zudem bezieht sich praktisch alles auf die Schulpraxis. Für den Hochschulbereich scheint es hier (noch) nicht viel zu geben. Für Hinweise bin ich natürlich dankbar.
Add comment Juni 12, 2008
Alle auf der GMW08…
…so scheint es. Die Augsburger Medienpädagogik und ihr “Dunstkreis” sind dieses Jahr wohl zahlreicher auf der GMW-Tagung vertreten, denn je:
- Sandra, Gabi und Vicky haben erfolgreich einen Beitrag eingereicht: “w.e.b.Square – ein Modell
zwischen Studium und freier Bildungsressource” (nominiert für den Best-Paper-Award) - Tom, Nina und ich “Projekt i-literacy: Modell zur Förderung von Informationskompetenz im Verlauf des Hochschulstudiums”
- Tom und ich: “Open Education: Partizipative Lernkultur als Herausforderung und Chance für offene Bildungsinitiativen an Hochschulen”
- Zudem werden Tom, Hannah und Sandra einen Thementisch gestalten: “Offene Innovationsstrategien durch die Partizipation von Studierenden an Hochschulen? Fallbeispiele, Erfahrungen und Perspektiven”
Darüber hinaus berichten auch Mandy und Wolf, dass ihre Beiträge angenommen wurden. Ein bisschen traurig bin ich da schon, dass ich dieses Jahr wohl nicht mit dabei sein kann. Aber die nächste Konferenz kommt bestimmt ![]()
1 comment Juni 3, 2008
SCIL-Kongress 2008
Vergangenen Donnerstag und Freitag (22. und 23. Mai) war ich auf dem SCIL-Kongress hier in St. Gallen. Ein Heinspiel also, denn das Swiss Centre for Innovations in Learning ist unmittelbar an meinen Arbeitgeber, das Institut für Wirtschaftspädagogik der Uni St. Gallen angegliedert. Unseren Beitrag “Designing activity-based Learning Envrionments from a Student Perspective” hatte ich zusammen mit Tom allerdings schon eingereicht, bevor ich überhaupt an eine Bewerbung in St. Gallen gedacht hatte.
Zunächst zu meinen persönlichen Kongress-Highlights:
- Gefallen hat mir der Versuch, neue Interaktionsmodi in die Sessions zu bringen. Wir waren in einer Round-Table-Session. Die Idee, sein Thema kurz vorzustellen und dann in einer Kleingruppe (rund 4 bis 6 Personen) zu diskutieren, war für mich als Referenten eine grössere Bereicherung als das kurze Feedback nach einem 20-minütigen Vortrag. Eine Herausforderung ist es bei diesem Format, die richtige Balance aus Input und Diskussion zu finden. Bei zu wenig Input bleibt die Diskussion leicht nur an der Oberfläche und bei allgemeinen Fragen; zuviel Input kann sie aber auch gleich ersticken. Insgesamt jedoch ein empfehlenswerter Ansatz.
- Interessant fand ich auch den Austausch mit Wirtschaftsvertretern. Für mich erstaunlich: Owohl wir ein Thema aus dem Gebiet Hochschuldidaktik präsentiert haben, bekamen wir starke Resonanz gerade aus der Wirtschaft. Auch der Postconference-Workshop “Effective Learning Governance: How can I become a credible Business Partner?”, den ich besuchte, hatte einen klaren Business-Fokus. Gerade die mir nicht so vertraute Frage, wie Bildungsinitiativen in (Wirtschafts-) Organisationen effektiv verankert werden können, fand ich doch sehr spannend.
Und dann hab ich natürlich auch noch nicht so positives anzmerken:
Eher enttäuscht war ich von den beiden Keynotes von Julie Little (Educause) und Graham Attwell, denen ich beide mit Spannung entgegengesehen hatte. Ich hatte mir ja einiges an Web2.0 und NetGeneration Buzzwording erwartet - dagegen hätte ich im Grunde auch nichts gehabt. Nur eine derart oberflächliche und rein auf Technologie fixierte Darstellung wie sie etwa Frau Little geliefert hat fand ich schon grenzwertig. Lachen musste ich über den Hinweis, dass sich Podcasts ja wunderbar zum Mastery Learning eignen würden - wenn man sie sich dreimal anhört. Soviel zur Education 3.0 (Titel der Keynote: New Learning Scenarios for Defining Education 3.0). Bei dem Potenzial, dass die neuen, mit dem Web grossgewordenen Lernenden mitbringen, fragt man sich, wozu es die Erziehungswissenschaften und Didaktiker überhaupt noch braucht. An sich sollten die New Learners ja von sich aus motiviert, (lern-) kompetent, selbstinitiativ und -verantwortlich sein.
Im Ernst und ohne Polemik: Ich finde es schade, dass Hypes wie der aktuelle des Web2.0 derart ausgeschlachtet werden. Denn damit provoziert man eventuell eine stark ablehnende Haltung gegenüber Technologien, mit deren Hilfe sich Lernen tatsächlich sehr effektiv unterstützen lässt. Nur sollte man dabei nicht vergessen, dass man diese Technologien als Werkzeuge nutzt um einen psychologischen Prozess zu unterstützen und dass die Technologien nicht den Lernprozess an sich zum Selbstläufer macht.
Diese beiden Keynotes waren also eher eine Enttäuschung, wohingegen die übrigen Keynote-Redner aus der Wirtschaft bisweilen ganz interessante (Praxis-)Beiträge lieferten.
Fazit: Für mich ein guter Kongress mit vielen interessanten Gesprächen, eben gerade auch mit Wirtschaftsvertretern. Dazu noch mein persönlicher “Heimvorteil” hin in St. Gallen gepaart mit Besuch aus Augsburg - schön.
1 comment Mai 27, 2008
Bildung ist “in”
Inspiriert von Sandras aktueller Skype-Sentenz kann ich nur zustimmend feststellen: Bildung ist tatsächlich (immer noch oder wieder) “in”. Während im deutschsprachigen Raum gerade viel darüber diskutiert wird, wie man das Lernen im Sinne effektiver Kompetenzentwicklung verbessern kann, schreiben D’Andrea und Gosling (2005, 23):
There is a danger that the focus on the single term “learning” results in an imporverishment of the educational process. This is for two reasons. The first is that it could lead to an underestimation of the extent to whicht the student must come to a position of intellectual autonomy (Barnett, 1990). This is not just a matter of learning, it is also a matter of making judgements, making value commitments, taking positions. [...] The second, but liked, point is that students do much more than learn: they discuss, debate, perform, act, create, argue, experiment, treat patients, research, make business plans, and much more. Of course, through these performative acts they may also be learning, but all of these acts cannot be reduced to learning alone (D’Andrea, V., Gosling, D. (2005). Improving Teaching and Learning in Higher Education: A whole institution approach. Maidenhead: Open University Press.)
Und - für mich natürlich besonders interessant - in der “Vision 2010″, dem Leitbild der Universität St. Gallen heisst es unter anderem:
Wir werden für unser universitäres Umfeld geschätzt, in dem sich Menschen ihren Fähigkeiten entsprechend zu verantwortungsbewussten Persönlichkeiten entwickeln. [...]
Wir wollen Studierende gewinnen, die ihre Begabungen und ihre Leistungsfähigkeit nicht nur für ihren persönlichen Erfolg, sondern auch gesellschaftlich verantwortungsvoll einsetzen.
Elemente von - wie ich meine - ganz klassischen Bildungszielen finden also durchaus Eingang in Modelle und Institutionen, welche ganz klar die Linie einer modern gemanageden Hochschule mit deutlichen Bezügen zur Wirtschaft vertreten. Vielleicht gehen Begriffspaare wie Persönlichkeits- und Kompetenzentwicklung oder Bildungs- vs. Lernperspektive doch nochmal zusammen. Wer weiss.
Add comment April 28, 2008
red-ink: Kick-off im Tessin
Heute ist das Kick-off-Seminar der red-ink doctoral school zu Ende gegangen. Die viereinhalb Tage in Castelrotto im Tessin haben vor allem dem Kennenlernen und einer grundsätzlichen Einführung in das Themengebiet “Education in the Knowledge Society” gedient.
Für mich persönlich war es eine sehr interessante Erfahrung. Das lag weniger an den präsentierten Inhalten: wie bei einer Konferenz kann man nicht derart viel auf einmal behalten; zudem waren die Vorträge rund um Education vorwiegend überblicksartig gehalten und brachten von daher nicht allzuviel Neues. Der Wert liegt für mich eher darin die Leute im Programm kennen zu lernen. Das sind einerseits die Studierenden anderer Disziplinen (neben uns “Education People” vor allem “Computer Science People”), andererseits natürlich die Verantwortlichen: Lorenzo Cantoni (Lugano), Pierre Dillenbourg (Lausanne) und unser “Chef”, Dieter Euler (St. Gallen).
1 comment April 10, 2008
Eurodoc-Konferenz 2008: Excellence in Research
Gestern war ich - nur für einen Tag - auf der diesjährigen Eurodoc (European Council of doctoral candidates and young researchers) Konferenz in Fribourg. Das Thema Exzellenz in der Forschung und wie man dazu kommt steht derzeit ja gerne mal auf der Agenda. Daher ist es natürlich interessant zu erfahren, wie diejenigen, die diese Exzellenz einmal tragen sollen, darüber denken.
Vorträge “Policies to attract excellent researchers” und Round Table “Are these policies adequate?”
Im ersten Teil diese Plenarsession stellten Vertreter aus Politik und Wirtschaft Massnahmen vor, mit denen Versucht wird, Exzellenz in der Forschung zu fördern. Interessant war aus meiner Perspektive vor allem die anschliessende Round Table-Diskussion mit Publikumsbeteiligung. Die Fragen aus dem Plenum lenkten die Diskussion nämlich relativ schnell auf Fragen der (sozialen) Sicherheit und des Carreer Plannings junger Wissenschaftler als zentrale Voraussetzung für Engagement in der Wissenschaft. Die Diskussion entwickelte sich im Spannungsfeld von Mobilität als zentrale Voraussetzung von Wissenschaft einerseits und sozialer Unsicherheit/sozialen Kosten andererseits. Für den wissenschaftlichen Nachwuchs scheint das Problem der Vereinbarkeit von Mobilität und Unsicherheit in der Karriereplanung mit einem funktionierenden Privatleben eines der wichtigsten Themen zu sein. Oder wie es ein Teilnehmer ausdrückte “Mobility without social rights is wrong.” Allgemein wurde gefordert, Karrieren in der Wissenschaft planbarer zu machen und Perspektiven über einzelne Bildungsabschnitte wie die Promotion hinaus zu schaffen.
Workshop: Massification of Higher Education and Research Excellence in Europe
Diese Workshop wurde eingeleitet mit Vorträgen von Katrien Maes (League of European Research Universities), Richard Bührer (Direktionspräsident der Fachhochschule Nordwestschweiz) und Christian Schneijderberg (Vereinigung der Schweizer Studenten).
Maes’ Vortrag war aus meiner Sicht der interessanteste: Denn relativ klar wurde darin die aktuelle (Bologna-geprägte) Entwicklung an Europas Hochschulen als Massifizierung und Univeralisierung auf dem Level Bachelor und Master einer Exzellenzförderung auf dem Doktoratslevel gegenübergestellt. Zwar wurden Begriffe wie Elitenbildung vs. Exzellenzförderung nicht explizit diskutiert, jedoch wurde in der Diskussion zum Beitrag sehr schnell klar, dass man sich über das zukünftige Modell der - ich nenne es hier möglichst neutral - “Qualitätssicherung” nicht einig ist. Meine ganz persönliche Frage war/ist denn auch, wo exzellente Studierende herkommen sollen, wenn auf der Bachleor- Master-Stufe das “Gleichmachen” der Bildungswege (nicht im Sinne von Demokratisierung des Zugangs!!!!) im Vordergrund steht. Frank hat kürzlich seine Erfahrungen mit dem Bucht “Gestatten: Elite” zum Anlass genommen, über solche Fragen etwas genauer zu reflektieren.
Add comment April 10, 2008
In der Schweiz angekommen
Morgen habe ich meinen ersten Arbeitstag hier in der Schweiz am Institut für Wirtschaftspädagogik St. Gallen. Dank des freundlichen Kontakts, den ich bisher mit den zukünftigen Kollegen hatte, freue ich mich schon auf den ersten Tag.
Gleich am kommenden Sonntag geht es dann zum Kick-off Seminar meines Doktorandenprogramms “red-ink - Rethinking Education in the Knowledge Society” (falls ihr mein Bild sehend solltet: Ich schau nicht immer so böse, hatte aber nur dieses aktuelle Foto) ins Tessin. Auch darauf bin ich schon sehr gespannt.
Von Augsburg verabschiede ich mich trotz der Vorfreude auf die Zeit hier in der Schweiz nur ungern und es fällt mir immer noch etwas schwer. War eine schöne Zeit. Also: Auf Wiedersehen liebe Uni Augsburg, MuKler, imb (alle imb-Mitglieder Einzeln aufzählen wäre etwas zu viel)…..
6 comments März 31, 2008
Master-Arbeit online
Nach einigem Überlegen habe ich mich entschlossen, meine Master-Arbeit nun online zugänglich zu machen. Man kann sie ab sofort in der Bibliographie des Instituts für Medien und Bildungstechnologie herunterladen (Link: http://www.imb-uni-augsburg.de/files/Jenert_Kompetenzentwicklung_Bologna_08.pdf)
Bewertet wurde die Arbeit mit einer 1,0, allerdings möchte ich hier kurz auf die wichtigsten Kritikpunkte eingehen, die Korrektoren und Leser angebracht haben.
- Wichtigster Kritikpunkt von Gabi Reinmann ist die zu lose Anbindung des empirischen Teils an den theoretisch-konzeptionellen Rest der Arbeit. Hier hätte es einer besseren Vorbereitung der empirischen Fragestellung und einer deutlicheren Herleitung der Forschungsfragen bedurft. Durch dieses Manko wirkt der empirische Teil etwas “angehängt”, was er de facto auch ist. Mit der Frage nach Motiven zur Studiengestaltung mache ich hier fast noch einmal ein neues Thema auf. Dieses ist zwar wichtig für die Implementierung innovativer didaktischer Desings, nimmt der Arbeit aber etwas das runde Ende.
- Das Verhältnis von Narration und Reflexion in Abschnitt 4.2 ist nicht klar genug dargestellt. Man kann sich fragen, ob Narration nun ein Mittel zur Reflexion ist oder umgekehrt. Diese Begriffe zu ordnen und genauer in Beziehung zu setzen ist eine Aufgabe, mit der ich mich gerne noch intensiver befassen möchte.
- Tom Sporer sieht in der inhaltlichen Breite der Arbeit eine grundlegende Schwachstelle. Die recht weitläufige Herleitung aktueller Bildungsziele aus der soziologischen Perspektive ist seiner Meinung nach zu ausschweifend bzw. lässt sich in einer Master-Arbeit nicht in ausreichender Tiefe darstellen. Ich erkenne dieses Problem, andererseits liegt den Gutachten zufolge in der konzeptionellen Breite der Arbeit gerade auch eine Stärke. Ich bin auch der Meinung, dass aktuelle Bildungsziele und entsprechende Lösungsmöglichkeiten unter verschiedenen wissenschaftlichen Perspektiven (u. a. (soziologische, pädagogische, psychologishe und gesellschaftspolitische) erörtert werden müssen. Zweifelsohne kann dies in einer Master-Arbeit nicht auch nur annähernd vollständig geschehen. Daher soll meine Arbeit auch als Anregung verstanden werden, welche Fragen man stellen und diskutieren kann und wie sich verschiedene Perspektiven eventuell zusammenbringen ließen.
4 comments März 31, 2008